LEISTENZENTRUM
Sie gehört zu den häufigsten Diagnosen an der Klinik Rothenburg, die einen operativen Eingriff nötig machen: Weichteilbrüche – Hernien genannt –, bei denen eine Lücke in der Bauchwand oder dem Zwerchfell Schmerzen verursacht. Gut 200 Mal pro Jahr nehmen Chefarzt Petr Skala, Leiter der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, und sein Team solche Operationen vor.
Als Reaktion auf den stetigen Wandel im Gesundheitssystem entsteht an der Klinik Rothenburg nun ein Hernienzentrum, dass die Kompetenzen im westlichen Landkreis Ansbach bündelt. Soll heißen: Alle entsprechenden Eingriffe, die bislang auch an der Klinik Dinkelsbühl vorgenommen wurden, finden jetzt an der Klinik Rothenburg statt.
Als Vorbild dient hier das Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung an der Klinik Dinkelsbühl, das sich in den vergangenen Jahren durch konstant hohe Qualität und steigende Patientenzahlen einen Namen gemacht hat.
DIE URSACHE FÜR EINE HERNIE IST MEIST EINE BINDEGEWEBSSCHWÄCHE.
Und die Leiste ist die Stelle, an der es am häufigsten passiert. Dort treffen Bauch und Oberschenkel am Leistenkanal aufeinander, der im Alltag mehr Belastungen ausgesetzt ist, als man vermuten würde. Starkes Husten, Niesen und das Tragen schwerer Gegenstände können dazu führen, dass die Leiste dem Druck nicht mehr standhält. Es kommt zu einem Bruch, genannt Leistenhernie. Selbst kleinere Hernien können bei starker Belastung der Bauchmuskulatur schmerzhaft werden.
Es gibt unterschiedliche Hernienarten – Leistenhernie, Nabelhernie, Zwerchfellhernie, Narbenhernie, Schenkelhernie –, die alle eines gemeinsam haben:
SIE HEILEN NICHT VON ALLEIN.
In der Regel ist ein operativer Eingriff nötig, der meist minimalinvasiv erfolgt. In Deutschland werden jährlich weit über 300.000 Hernienoperationen durchgeführt. Auch hier zeichnet sich eine Ambulantisierung ab.
DER PATIENT KOMMT MORGENS FÜR DEN EINGRIFF IN DIE KLINIK UND KANN SIE AM SPÄTEN NACHMITTAG SCHON WIEDER VERLASSEN.
Doch bei längeren Eingriffen wie einer komplexen Bauchdeckenrekonstruktion, Notfällen oder Vorerkrankungen werden die Patienten in der Klinik Rothenburg auch weiterhin stationär aufgenommen. Sicherheit steht an erster Stelle. „Das gibt uns die Flexibilität, sämtliche Hernien-OP-Verfahren zu jeder Zeit anbieten zu können“, sagt Chefarzt Petr Skala.
Mit dem Leitenden Oberarzt Dr. Frank Endter und Oberarzt Stephan Schölzel hat er zwei erfahrene Allgemeinund Viszeralchirurgenin seinem Team, die seit vielen Jahren Hernien aller Art operieren. Dazu kommt Dr. Uwe Jordan, Allgemein- und Viszeralchirurg im MVZ in Dinkelsbühl, der alle Hernien-OPs ebenfalls in Rothenburg durchführt.
Die lange Erfahrung der Rothenburger Chirurgen zeigt sich auch in ihren Fortbildungsveranstaltungen für schonende OP-Verfahren. Die jährlich stattfindenden Laparoskopie-Workshops für Chirurgen und OP-Personal sind stets ausgebucht.